Anschlag in Lahore / Pakistan. (Arabisch)

خبر إجرامي لا إسلامي من لاهور هذا الصباح و التغيير فقط باسم المجرم فاليوم طالبان في باكستان و البارحة داعش في بروكسل و لا ندري ما ذا تفعل بوكو حرام أو القاعدة غداْ ... تعددت الأسماء و الإجرام واحد 
المصيبة هو أنه ليس فقط إجرام بل أنه يدعي اتباع الإسلام و العمل بمبادئه و ينهج نهج السلف الصالح و يقتدي بفتاوى علماء السلف ...
سيأتي من يقول: و أين التنديد بجرائم نظام بشار الأسد و حزب الله و إيران و ميليشيات الحشد الشعبي، نقول نددنا و نندد صباح مساء و الموضوع ليس فقط تنديد بل أخذ موقف في مثل هذه اللحظات و موقفنا من النظام و جرائمه معروف لا حاجة لتكراره. أما في مثل هذه الجرائم مثل اليوم في باكستان فوجب أخذ موقف أولا استنكار هذه الجريمة البشعة اللاإسلامية و التضامن مع الضحايا و الذين غالبيتهم اليوم من أطفال الأقلية المسيحية في لاهور/ باكستان ...
ڤيينا ٢٨ مارس آذار ٢٠١٦

http://www.alarabiya.net/…/مقتل-10-وإصابة-30-بتفجير-خارج-مت…
طرفة بغجاتي

Anschlag in Lahore / Pakistan.

Anschlag in Lahore / Pakistan.

Fürchterlicher verbrecherischer Anschlag in Lahore / Pakistan. Unsere Gedanken sind bei den Opfern. Vollste Solidarität mit unseren christlichen Geschwistern in Pakistan, Solidarität mit Pakistan und seinen Bürgern überhaupt, da solche Anschläge nicht nur die Minderheiten betreffen, sondern eine existentielle Gefahr für den zweitgrößten Staat mit muslimischer Bevölkerunsmehrheit überhaupt darstellen.

Tarafa Baghajati,
Obmann der IMÖ, Wien 28.03.2016

„Verbot des Islam“ – Nicht hinnehmbare ungeheuerliche Entgleisung

Über ein Verbot des Islam als solchem in Europa denkt Wolfgang Fellner in der Gratiszeitung „Österreich“ nach. Damit greift er das zentrale Menschenrecht der Religionsfreiheit offen an. Daher stellt seine Aussage eine Ungeheuerlichkeit dar und darf nicht stillschweigend übergangen werden.

Der Islam ist eine in Österreich staatlich anerkannte Religion. Ca. 600.000 Musliminnen und Muslime leben im Land, gut die Hälfte als österreichische Staatsbürger/innen. Sie werden in den zumindest geistigen Dunstkreis der Terroristen gerückt, wenn Fellner schreibt, dass sich die Grenzen zwischen dem friedlichen Islam und dem Terror im Namen des Islam immer mehr verwischten.

Diese Wahrnehmung ist auch eine Folge der Art, wie der Boulevard die Deutungshoheit über den Islam den Terroristen überlässt. Der friedliche Islam ist die Normalität, die im Blatt aber nicht oder viel zu wenig abgebildet wird. Dagegen kommt ein Wort wie „Dschihad“ nur in der missbräuchlichen Verwendung der Terroristen vor.

Die Terroristen werden sich über Fellners Wortmeldung jedenfalls freuen. Islamfeindlichkeit ist Wasser auf die Mühlen ihrer perfiden Rekrutierungspropaganda, bei der sie vor allem auf Ausgrenzungserfahrungen setzen. Fellner tut ihnen den Gefallen, über den ansonsten in der Gesellschaft ohnehin für Musliminnen und Muslime schmerzlich spürbaren Generalverdacht hinauszugehen. Indem er die Verbotsforderung in den Raum stellt, bestätigt er den Islam nur noch im Zerrbild, das die Terroristen liefern. Ist ihm klar, dass er ihren Religionsmissbrauch damit zum „Islam“ erhebt? Musliminnen und Muslime wehren sich in Geiselhaft dieser Verbrecher genommen zu werden. Dazu liefern sie u. a. über theologische Argumente auch wichtige Hilfe in der Präventionsarbeit. Diesen Stimmen Öffentlichkeit zu verschaffen, wäre ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den Terror.

Vor allem braucht es ein Zusammenrücken in der Gesellschaft, um den Spaltungsversuchen der Extremisten gemeinsame Werte entgegenzuhalten. Religionsfreiheit gehört ebenso wie ihre Schwester Meinungs- und Redefreiheit zu diesen gemeinsamen Werten, ob wir uns nun christlich, muslimisch, jüdisch, buddhistisch oder agnostisch verstehen. Wollten demokratische Rechtssaaten ihre eigenen Prinzipien panisch über Bord werfen, dann würden sie sich zum willfährigen Instrument der Terroristen machen, denen die offene europäische Gesellschaft als Feindbild gilt.

Carla Amina Baghajati
Medienreferentin der IGGÖ

Stellungnahme

Die Islamische Glaubensgemeinschaft bekundet ihre Trauer, Betroffenheit und ihr Mitgefühl mit den Opfern der Anschlagsserie von Brüssel. Aber auch Wut macht sich unter Musliminnen und Muslimen breit angesichts der menschenverachtenden Bestialität der Terroristen, denen nichts heilig ist. In ihrem Todeskult und zerstörerischen Rausch, Angst und Schrecken zu verbreiten huldigen sie vor allem ihren irren Allmachtsphantasien. Jeder „Allahu akbar“ (Gott ist größer!) – Ruf, mit dem sie ihre Verbrechen begleiten ist eine Gotteslästerung.

Neben die schärfste Verurteilung der Terroristen und ihrer Verbrechen richtet die Islamische Glaubensgemeinschaft den Appell an Politik und Meinungsmacher/innen, in gebotener Ernsthaftigkeit für eine Lösung des Syrienkriegs einzutreten, der die gesamte Region destabilisiert. Auch die Türkei wird zunehmend zum Ziel terroristischer Attacken.

In dem Moment, wo endlich eine möglichst friedliche politische Stabilisierung in Syrien gelingt und die Menschen in einem unabhängigen demokratischen Rechtsstaat unter sozial gerechten Bedingungen leben können, wird der so genannte IS verschwinden.

Unsere Solidarität gilt allen Opfern terroristischer Anschläge sowie den unzähligen Leidtragenden, die sich in ihrer Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher fühlen, vor allem den Kriegsflüchtlingen.

Für die IGGiÖ Carla Amina Baghajati, Medienreferentin

Muslime und Muttertag (Arabisch)

المسلمون و عيد الأم،

 
لم يأتِ يوم الأم ٢١ مارس آذار بعد و تبدأ تحذيرات الوتسأب و الفيسبوك و النسخ و اللصق لأقوال غير مدققة و بعيدة عن الصواب تقول بمنع الإحتفال هذا اليوم لسببيين رئيسين برأي المانعين و هما أولاً أنه بدعة شرعية حيث أن العيدين الشرعيين في الإسلام لا ثالث لهما الفطر و الأضحى. و السبب الثاني هو اتباع غير المسلمين في عاداتهم و تقاليدهم تركاً لتعاليم ديننا الحنيف. و منهم من يزيد و يجعلها مداهنة للكفار و منهم من يجعل الإحتفال عداء لله و رسوله و العياذ بالله من التسرع في مثل هذه الأحكام دون أي دليل شرعي أو بحث علمي.
أولاً لم يقل أحد بأن هذا اليوم عيد شرعي تعبدي و بذلك يكون هذا الموضوع عرفي اجتماعي بحت لا يجبر به أحد و هو بحد ذاته لا يتعارض مع الدين في شئ و ليس صحيحاً أبداً ما يشاع بأن هذا اليوم هو يوم يحتفل فيه الغربيون بأمهاتهم دون أيام السنة فقد رأينا غربيين يهتمون بأهلهم أكثر من كثير من بني جلدتنا و ديننا و العكس أيضاً صحيح. فإذن لا نجبر أحداً به و بنفس الوقت لا نمنع أحداً منه بل نذكر بحقوق الأم و هذا هو المهم و لكل أن يتخذ أنسب طريق له لإعطاء هذه الحقوق مكانتها العملية في حياته. الأمر الثاني هو موضوع محاباة الغرب و التراكض وراءهم فهذا أيضاً غير صحيح فأولاً الإحتفال في بلادنا مختلف من ناحية اليوم و التاريخ مع البلاد الأوربية و مع أمريكا التي تحتفل في يوم الأحد الثاني من شهر مايو أيار و قد تجاوز موضوع يوم الأم مسألة غرب و شرق و صارت بلاد العالم تحتفل و هناك حوالي عشرين تاريخ مختلف لهذا اليوم.
و لمن يتحسس من لفظةِ عيد نقول فعلاً و حتى الترجمة الصحيحة هي يوم و ليست عيد و الموضوع ليس موضوع احتفال مثل كونه ذكرى و تذاكر و تعبير عن الإمتنان و الشكر. و هذا الكلام ينطبق على كل الأيام أو الأعياد الإجتماعية مثل يوم المعلم أو يوم الشجرة أو يوم الأب، الموجود أيضاً و لكن قلما يحتفل به أحد , أو الأعياد السياسية و الوطنية مثل الإستقلال و الجلاء و ذكرى الثورات التحررية و انطلاقاتها فهذه أيضاً مناسبات ثقافية وطنية سياسية عرفية لا علاقة لها بمحدثة و لا ببدعة و لا بضلالة. و كل عام و أمهات العالم بخير في هذا اليوم و في كل أيام السنة.
ڤيينا ١٩ مارس آذار ٢٠١٦
طرفة بغجاتي

Buchbeitrag von Tarafa Baghajati, aus dem Archiv 2006

Aus dem Archiv:

Buchbeitrag von Tarafa Baghajati

 

Die Integration und Beteiligung der Muslime und Musliminnen in der Gesellschaft (Grazer Universitätsverlag)

Kampf der Kulturen: Projektion, Propaganda oder unausweichliches Schicksal?

Einige Gedanken aus muslimischer Sicht

Link zum Buch: http://www.amazon.de/Der-Islam-%C3%96sterreich-Europa-Universit%C3%A4tsverlag/dp/3701102023

 

Hier eine Leseprobe:

Vortrag von DI Tarafa Baghajati, gehalten am 6. April 2006

im Rahmen der Vortragsreihe Islam in Österreich und in Europa

an der Karl-Franzens-Universität in Graz

 

Anm.: Das Referat wurde frei gehalten. Aus dem Gedächntnis und anhand von stichwortartigen handschriftlichen Notizen, die beim Vortrag Verwendung fanden, hat der Autor versucht die Rede zu rekonstruieren und zu verschriftlichen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meinen herzlichen Dank an die Veranstalter für die Einladung. Ich freue mich immer wieder in Graz referieren zu dürfen. Mit dieser Stadt verbinde ich zwei erfolgreiche Veranstaltungen, die für mich von großer Bedeutung sind und die ich daher auch in bester Erinnerung behalten habe. In Graz fand die erste Europäische Imame-Konferenz und die Internationale Interreligiöse Konferenz statt; beides im Jahr 2003 als Graz Kulturhauptstadt war. Es war eine Ehre und Freude bei beiden Konferenzen mitwirken zu dürfen, genauso wie es eine Ehre und Freude ist heute vor Ihnen zu stehen.

Erlauben Sie mir mit einem Koranzitat meinen Vortrag zu beginnen:

„O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus Mann und Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der von Gott am meisten Geehrte von euch ist der Gerechteste (bzw. Gottesfürchtigste, Anm.) unter euch. Gott ist fürwahr wissend, kundig.“ (49:13)

In diesem Beispielvers wird das koranische Verständnis deutlich, dass die Kulturen dieser Welt sich kennenlernen und bereichern sollen. Die Idee vom „Kampf der Kulturen“ widerspricht der koranischen Vorstellung, dass allen Kulturen mit Respekt begegnet werden muss. Im Mittelpunkt der muslimischen Auffassung steht die Gleichheit aller Menschen. In der berühmten Abschiedsrede des Propheten Muhammad - sie ist so etwas wie sein Testament - hat er diesen Grundsatz noch einmal betont:

 „[…] O ihr Menschen! Euer Herr und Erhalter ist Einer, und euer Urahn ist einer. Ihr alle stammt von Adam ab, und Adam wurde aus Erde erschaffen. Und daher gibt es keine Überlegenheit von einem Araber über einen Nicht-Araber oder von einem Nicht-Araber über einen Araber, und auch nicht von einem Weißen über einen Schwarzen oder von einem Schwarzen über einen Weißen. […]“

Unsere Art zu Denken und zu Handeln ist zu einem guten Teil kulturell determiniert. Die unterschiedlichen Sichtweisen in unterschiedlichen Regionen dieser Erde bergen natürlich Konfliktpotential. Es stellt sich die Frage, ob es einen universellen Maßstab gibt, mit Hilfe dessen wir kulturelle Eigenheiten bewerten können? Worauf können wir uns alle einigen? Bevor es uns gelingen kann, diese Frage zu beantworten, sollten wir uns zuerst einmal damit auseinandersetzen, wie die eine Kultur die andere sieht. Gerade die Beziehungen zwischen Okzident und Orient, Ost und West, sind geprägt von Klischees und Vorurteilen, die über Jahrhunderte entstanden sind. Und genau diese Klischees sind es, die uns behindern.

Anders als von den Proponenten der These vom „Kampf der Kulturen“ suggeriert, sind Kulturen keine monolithischen Blöcke, die für sich alleine stehen. Es gab und gibt stets Kontakte und einen Austausch untereinander. Nicht alle Lebensbereiche sind in diesem Austausch konfliktbeladen. Konflikte ergeben sich heute insbesondere bei Fragen der Moral, des politischen Systems, des Familienbilds, der Menschenrechte, der Pflichten und Freiheiten des Individuums, etc. Wenn es um (natur-)wissenschaftliche Erkenntnisse, wirtschaftliche Interessen und Handel oder um Kulinarik geht, sind kaum Widersprüche festzustellen. Sowohl Konflikte als auch Einverständnis herrscht bei Fragen wie Gentechnik, Atomkraft, Klonen, Kunst, Tierschutz, Organtransplantation, Zins, usw.

Um die Probleme, die aus unterschiedlichen Lebenswelten resultieren können, zu veranschaulichen, möchte ich ihnen etwas über die Bekleidungssitten in meiner ursprünglichen Heimatstadt Damaskus /Syrien erzählen.

Als die Männerhose eingeführt wurde, hat es ein Buch eines Theologen gegeben, der dutzende Begründungen aufzuzählen wusste, warum die Hose haram (d.h. islamisch verboten) sei. Als Fernsehen und Kino Einzug gehalten haben, war es fast Konsens zwischen den Gelehrten, dass beides islamisch abzulehnen wäre. Das Kino wurde in etlichen Publikationen als „Tisch des Teufels“ bezeichnet. Die ersten Männer, die den Tarbusch, die traditionelle Kopfbedeckung aus rotem Filz - der Filz stammte übrigens aus Österreich und daher nannte man die Kopfbedeckung auch Tarbusch Nimsawi, österreichischer Tarbusch - abgenommen haben, wurden von kleinen Kindern mit Steinen beworfen und auch von so manchem Erwachsenen beschimpft. Insbesondere in besonders traditionellen Regionen wie der Stadt Hama. Für meine Großmutter war es undenkbar, ihr Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Selbst ein Augenschlitz war ein Tabu. Die Frauen mussten ein doppeltes schwarzes Tuch über dem Gesicht tragen, durch das das Sehen erschwert wurde. Die ersten Frauen, die einen einfachen statt eines doppelten Stoffs verwendeten, wurden schräg angeschaut. Diese Gewohnheiten waren in ländlichen Regionen Syriens wiederum nicht anzutreffen. Am Land und bei den Beduinen war das kein Thema, denn die Frauen arbeiteten, beispielsweise am Feld, und trugen daher stets nur ein einfaches Kopftuch, das das Gesicht freiließ. Sieht man diese Bekleidungssitten mit einem westlichen europäischem Auge, dann wird deutlich, dass hier selbstverständlich Konflikte entstehen können. Das gilt allerdings auch vice versa. Viele unserer Gewohnheiten hier im Westen sind für viele Menschen im Orient unbegreiflich. Auch dazu ein Beispiel: Ich war verblüfft, als ich während eines sommerlichen Besuchs in Syrien bei einer Freitagspredigt eines höchst angesehenen Imams in Damaskus hörte, wie er die schlimme Situation europäischer Kinder beklagte. Worauf führte er dies zurück? Auf  Papiere der Europäischen Kommission, in denen festgehalten wird, dass circa die Hälfte der gezeugten Kinder in Westeuropa unehelich sind. Kopfschütteln und Entsetzen bei den Betenden. Die armen Kinder. In der Region wird ein uneheliches Kind in erster Linie mit einer ungewollten Schwangerschaft assoziiert, wie etwa bei einer Vergewaltigung oder durch Prostitution. In Europa hingegen heißt es großteils nicht viel mehr, als dass das Elternpaar es vorgezogen hat, nicht zu heiraten.

Für Europäer wirkt es zumeist völlig abseitig, dass in orientalischen Ländern oftmals die Institution der Demokratie in Frage gestellt wird. Und das nicht von irgendwelchen Leuten, die sich an den politischen Rändern befinden, sondern oft von anerkannten Theologen und Intellektuellen. Das Problem liegt darin, dass Demokratie gleichgesetzt wird mit Verwestlichung. Wer im Orient Demokratie einführen will, so glauben viele, muss unbedingt automatisch die westliche Lebensweise kritiklos und ohne Abstriche übernehmen. Auch bei einer Freitagspredigt eines anderen anerkannten Gelehrten in Damaskus wurde im Vergleich zwischen westlicher Demokratie und islamischer Schura einzig die Schura als positiv bewertet. Der Scheikh meinte pauschal, dass die Demokratie für die hiesigen Gesellschaften schädlich sei. Meine Freunde, allesamt gebildete Akademiker, fragten mich erwartungsvoll, was ich von dem Vortrag „ihres“ respektierten Gelehrten halte und waren wenig begeistert, als ich ihm widersprach. Es entspann sich eine heftige Diskussion. Ich versuchte sie von den Vorteilen eines demokratischen Systems zu überzeugen, die ja kulturübergreifend sind. Daher betonte ich, dass es bei Demokratie um einen Mechanismus gehe. Die Kontrolleinrichtungen in einer Demokratie bedeuten für den Bürger ungeheure Vorteile. Wenn eine Partei bei den Wahlen verliert, ist entweder ihre Politik falsch oder die Menschen lehnen sie ab. Die Oppositionsparteien, die freien Medien und Institutionen wie der Rechnungshof beaufsichtigen und begrenzen die politische Macht. Korruption ist  schließlich kein kulturelles, sondern ein politisches Problem. Die Neigung sich auf Kosten anderer zu bereichern ist allen Gesellschaften bekannt. Ich wüsste nicht, wohin das Bruttoinlandsprodukt Österreichs verschwinden würde, wenn wir diese Kontrolle bei uns nicht hätten.

Die jahrzehntelange Einschränkung der Meinungsfreiheit durch autoritäre Regime hat ihre Spuren in den Köpfen der Menschen hinterlassen. Es mag verwunderlich sein und es ist zweifellos von einer gewissen Absurdität, aber das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in arabischen und anderen Ländern mit islamischer Mehrheitsbevölkerung auch unter kritischen Intellektuellen und Theologen umstritten. Auch hier eine kleine persönliche Geschichte dazu: Ich hatte eine Diskussion darüber mit einem mir bekannten Gelehrten. Er vertrat die Ansicht, dass eine unabhängige Kommission notwendig wäre, die darüber zu urteilen habe, welche Bücher und Texte für die Gesellschaft schädlich seien und welche nicht. Doch wer ist derart „unabhängig“, dass er darüber frei entscheiden könnte? Und wo bleibt die Mündigkeit des Menschen? Menschen, die unter kolonialen Regimen gelitten haben, neigen oftmals dazu, sich selbst zu unterschätzen. Sich selbst, das Volk, für unreif und „primitiv“ zu halten, zu keinen eigenen Entscheidungen fähig. Der Witz an der Sache ist, dass der Gelehrte, mit dem ich den Disput hatte, wohl einer der ersten sein würde, die unter einer solchen „unabhängigen Kommission“ zu leiden hätten, ist er doch ansonsten als Freigeist bekannt.

In Europa gewinnt man oft den Eindruck, als wäre der Nationalstaat ein natürliches Ordnungsprinzip. Dabei ist er ein relativ junges historisches Phänomen. Noch jünger und von außen durch die Kolonialmächte geschaffen ist der Nationalstaat im Süden. Loyalität galt im arabischen Raum zuvor dem Stamm oder der Religionsgemeinschaft. Die unausgereiften, teilweise mit dem Lineal auf der Landkarte gezogenen Staatskonstruktionen waren in den ersten Jahren nach ihrer Installation durchaus erfolgreich. Aber nach Militärputschs und ähnlichen Umwälzungen hat die kurze Erfolgsstory sogleich ihr Ende gefunden. Zwar berufen sich einige Länder wie meine Heimat Syrien auf den Republikanismus, aber alleine die Tatsache, dass der Sohn des Präsidenten oder ein anderer naher Verwandter die Macht erbt, steht im krassen Widerspruch dazu. Strömungen wie der (antikoloniale) Nationalismus und Panarabismus sind tendenziell auch zu Ende gegangen. Das Vertrauen in den Staat ist begrenzt und die Rückbesinnung auf die Religion im Steigen begriffen. Ein Gemeinschaftsmodell nach Vorbild der Europäischen Union für die islamischen Länder brächte bedeutende Vorteile. Allerdings ist die Frage, ob die Instabilität der Regime, die ökonomische und militärische Abhängigkeit vom Westen und Rivalitäten dem nicht im Wege stehen werden. 

Wege aus dem Kulturkonflikt

Eine Grundlage dafür, der scheinbaren Logik des Kulturkonflikts zu entkommen, liegt darin, kulturelle Eigenheiten als solche zu erkennen, vorgefertigte Ansichten über den jeweils anderen zu hinterfragen und nicht zuletzt in der Fähigkeit zur Selbstkritik. Nur wer sich seiner selbst nicht sicher ist, sieht sich darin genötigt, sich abzugrenzen und in Opposition zum anderen zu setzen.

Auch islamische Religionsgelehrte tragen hierbei eine wichtige Verantwortung. Es gilt theologischen Mut zu beweisen und die eigene Geschichte kritisch zu betrachten. Die religiösen (Sekundär-)quellen bedürfen einer historischen Interpretation, um zeitgemäße Antworten zu finden. Und es gilt dabei einen nüchternen und realistischen Blick auf sich selbst zu wagen. Das was IST, muß zunächst einmal akzeptiert werden, bevor ein was SOLL greifen kann. Islamische Regeln und lokale Traditionen haben sich oftmals derart vermengt, dass die meisten Menschen sie nicht mehr unterscheiden können. Dabei gilt es manche lokale Tradition abzulehnen, da sie gegen islamische Prinzipien verstoßen und/oder menschenfeindlich sind. 

In Sachen Kulturkonflikt kommt insbesondere europäischen Muslimen eine sehr wichtige Rolle zu. Sie sind in der Lage kulturvermittelnd einzugreifen. Sie können aus der eigenen Situation heraus oftmals deutlicher zwischen dem Islam und den Traditionen unterscheiden, weil sie in einer nicht-muslimischen Umgebung sozialisiert werden. Sie können und müssen gegen Islamfeindlichkeit, Rassismus und jegliche Diskriminierung auftreten und den Vorurteilen auf allen Seiten begegnen. In Europa ist ein Bedarf nach neuen Fatwas, islamischen Rechtsgutachten, aufgetreten. Fatwas sind abhängig von Zeit, Ort und betroffenen Menschen und da die Muslime in Europa mit neuen, oftmals bis dato unbekannten Problemen konfrontiert wurden, haben sich hier neue Interpretationen ergeben, ein Denken das Orient und Okzident miteinander zu verbinden weiß. Es ist notwendig, die europäischen Muslime hierbei zu unterstützen, es sollte ihnen sowohl innerhalb des islamischen Diskurses als auch im Westen der Rücken gestärkt werden. Und zugleich müssen die Muslime Europas ihre neue Rolle verstärkt wahrnehmen. Zumeist sind sie aus den Kolonien oder als billige Arbeitskräfte hierher gekommen. Aber sie sind schon lange keine Gäste mehr. Die muslimischen Communities begreifen sich zunehmend als Teil der Gesellschaft. Zivilgesellschaftliche Engagement, die Arbeit mit etablierten Medien und die Schaffung eigener Medien, politische Aktivität, interreligiöser Dialog und die Debatte innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft zählen zu den Grundaufgaben der Muslime im Westen. Hier gibt es auch noch viel zu tun. Dabei könnte nicht zuletzt auch eine Reflexion über den eigenen Umgang mit Kultur nicht nur über das Mittel des Diskurses in alle Richtungen, sondern über das Mittel künstlerischer Auseinandersetzung vielversprechend sein.

Tarafa Baghajati, Graz 06. April 2008, Wien 18.11.2008

Links zu weiteren Infos:

https://extrajournal.net/2011/01/24/grazer-volkerrechtler-wolfgang-benedek-schlagt-mit-neuem-buch-brucken-von-und-zu-muslimen/

http://www.studium.at/35079-vortragsreihe-der-uni-graz-wirkt-vorurteilen-gegenueber-musliminnen-entgegen

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Dipl.- Ing. Tarafa Baghajati
Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism (2004-2007)
Obmann der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
baghajati [at] aon.at,
Member of ENAR's Advisory Council of Eminent Experts
ENAR - European Network against Racism www.enar-eu.org/en/

 

Syrien: die Übergangsphase und die Frage der Verfassung: Arabisch

سوريا: المرحلة الإنتقالية و مسألة الدستور:

http://all4syria.info/Archive/300628

و ماذا بعد مباحثات جنيف و نحن نعيش أيام دخول الثورة السورية عامها السادس عسى هذه الأيام تطوي في كنفاتها خيراً لهذا البلد و بداية لمرحلة انتقالية باتجاه نهاية الديكتاتورية على طريق الحرية و كرامة الإنسان. قد تكون هذه الخواطر سابقة لأوانها و لكن سيأتي يوم قريب يفتح فيه باب تأطير دستور جديد لسورية و هنا وجب لزاماً أخذ الدروس من التجارب المصرية و الليبية و التونسية و التي علمتنا أن التسرع بإجراء استفتاء على دستور قبل استقرار البلاد و قبل نضج الأحزاب السياسية و قبل توضيح معالم أنظومة الحياة السياسية أمر مساوئه أكبر من محامده. قد يكون في هذا المقام من المناسب للبعض (و أنا منهم) اعتماد دستور ١٩٥٠ بشكل مؤقت باعتباره أول و آخر دستور في سورية ما بعد الاستقلال تم اعتماده بإرادة شعبية و في أجواء حرة مع كل الملاحظات الممكنة ملابسات الفترة التاريخية المعقدة في ذاك الوقت. و لكن هل يمكن لهذا الإقتراح أن يحظى بأغلبية سوريةٍ ناهيك عن أن يقبل به توافقياً. قد يأتي من يقول نأخذ بالدستور الحالي بعد أن ننقحه من بعض الشوائب و هو بالمناسبة من الناحية النظرية معقول في كثيرٍ من جوانبه و لو كان النظام هنا أول من اغتصب دستوره الذي وضعه هو. و سيأتي من يقول نضع كل هذا جانباْ و نبدأ من الصفر في إعداد دستور حديث. لذلك أعتقد أنه من الأفضل كبداية إقرار وثيقة مختصرة لمبادئ عامة للدولة السورية يمكن أن تحظى على توافق الأطراف تؤخذ كمرجعية للمرحلة المقبلة لبضع سنوات و تكون نواة للدستور الجديد مع إمكانية أخذ بعض التفاصيل من الدساتير الماضية و خاصة ١٩٥٠ أو وثائق القاهرة أو حتى من دستور ٢٠١٢. و لكي لا نتهم بالإنتقاد فقط أضع هنا عشرة نقاط كاقتراح متواضع لمبادئ المشروع الوطني السوري التي يمكن تطويرها إلى مبادئ دستورية توافقية للمرحلة القادمة:

أولا - سورية دولة مستقلة ذات سيادة ضمن حدودها المعترف بها دوليا ، تبنى علاقاتها السياسية المحلية، و الإقليمية، و الدولية على مبادئ الاحترام المتبادل، و حسن الجوار، و المصالح المشتركة مع الالتزام بالمواثيق، والمعاهدات، و الاتفاقيات الدولية التي تصون الاستقلال و تحفظ مبدأ السيادة الوطنية.

ثانيا - نظام الحكم في سورية جمهوري، مدني، دستوري و برلماني تعددي ، السيادة فيه للشعب ، و يقوم على أساس سيادة القانون، التي يتساوى أمامها ويخضع لها جميع السوريين حكاما ومحكومين دون أي تمييز. يعتمد النظام السياسي على الديمقراطية وسيلة للحكم ، و يلتزم بالتداول السلمي للسلطة، و الفصل التام بين السلطات التشريعية و القضائية و التنفيذية .

ثالثا - تلتزم سورية بشرعة حقوق الإنسان ، و يتمتع جميع مواطنيها بنفس الحقوق و الواجبات دونما إقصاء أو تمييز لأسباب عرقية، أو لغوية، أو دينية، أو مذهبية، أو فكرية، أو سياسية، أو لأي سبب آخر.

رابعا - يعتبر تشكيل الأحزاب السياسية، والنقابات العمالية والمهنية، والجمعيات الأهلية ، و حرية التعبير وإنشاء وسائل الإعلام ، و حرية التجمع، و التظاهر السلمي، من مسلمات العمل السياسي والمجتمعي الديمقراطي و لا يجوز المساس بها تحت أية مبررات .

خامسا – تعتبر الشفافية، و الرقابة المجتمعية والصحافية، و المحاسبة الإدارية والقضائية، قواعد أساسية للممارسات السياسية والإدارية.

سادسا - الحوار السياسي والمجتمعي السلمي هو السبيل الوحيد للتعبير عن برامج الأحزاب السياسية، والتجمعات النقابية بعيدا عن الإقصاء، و التخوين، والتشهير.

سابعا- تكوّن الثقافة العربية الإسلامية المشرقية هوية البلاد الحضارية العامة، دون أن يعني ذلك بأي شكل من الأشكال الانتقاص من حقوق و واجبات سائر مكونات الشعب السوري العرقية، واللغوية، والدينية، والمذهبية، في المشاركة السياسية، والتعبير الثقافي واللغوي، و في ممارسة شعائرهم الدينية بعيدا عن التعصب، والتهميش و الإقصاء .

ثامنا - الجيش مؤسسة وطنية جامعة، مهمته الحفاظ على استقلال الوطن و سلامة أراضيه ومقدراته ، وحماية حدوده وأراضيه الإقليمية من العدوان ، و استرجاع الجزء المحتل منها ، ولا يستثنى أي مواطن سوري من حق الانخراط به و تقلد المناصب فيه .

تاسعا - تكمن المهمة الوحيدة لأجهزة الأمن الداخلي و الشرطة في حفظ الأمن و النظام العام، و في حماية المواطنين من الاعتداء على أنفسهم، و أموالهم، وأعراضهم من الخارجين على القانون ، وتخضع ممارسة عناصرها لمهامهم للمراقبة و المساءلة المسلكية والقضائية وفقا لمعايير الالتزام بالقانون وبشرعة حقوق الإنسان.

عاشرا - تستخدم موارد الدولة السورية على تنوعها لمصلحة الوطن ومواطنيه جميعا، وتوظف في أغراض البناء والتنمية، والتطوير و التحديث الاقتصادي، والعلمي، وتوفير الخدمات العامة، بما يحقق العدالة الاجتماعية و التنمية على جميع المستويات .

‫#‏طرفة_بغجاتي 14 مارس آذار 2016


الصورة من جريدة الأيام أواخر عام ١٩٦٢ في أواخر أيام رئاسة ناظم القدسي و تؤكد ثقل دستور ١٩٥٠ خلال المراحل التاريخية ...
طرفة بغجاتي

Friday speech (Freitag Predigt) 11.03.2016

خطبة الجمعة، مسجد الشورى في ڤيينا - 11 مارس آذار 2016

طرفة بغجاتي: دين بلا روح جسد بلا رأس
هل يؤثر إنشغال المسلمين بالأمور الفقهية و السياسية و الإجتماعية و الإقتصادية على أحوالهم الروحانية؟
ما علاقة الروح بالإتجاه الصوفي الروحاني؟ و هل هناك فعلاً شطحات صوفية و إذا كان الجواب نعم فكيف يتم التعامل معها؟
هل الروح و النفس في القرآن تسمية لأمر وأخد أم هما أمران مختلفان؟
هل هناك من يستغل الأمور الروحانية لفوائده الشخصية مثل موضوع التعامل مع الجن و العلاج بالقرآن؟
هل صحيح أن علماء الصوفية دراويش لا علاقة لهم بالدنيا و لا بواقعهم؟
كيف يمكن أن نكون روحانيين دون انعزال و بعد عن الواقع؟
في هذه الخطبة محاولة للدخول في هذا الموضوع إعطاءً للروح و الروحانيات حظها في حياتنا اليومية

https://www.youtube.com/watch?v=JXTGPC4Bj5c

From Tadmor to Harvard: Bara Sarraj

من تدمر إلى هارڤارد  / من مهجع 13 إلى فيينا

يسعدني إخوتي و أحبابي أن أقدم لكم كتاب أخينا الفاضل الدكتور براء السراج بعنوان: من تدمر إلى هارڤارد و هذا كتاب أنصح بإقتنائه و قرائته فهو من أهم الكتب التوثيقية في تاريخ سورية الحديث. شرفني أخي براء و هو صديق بضعة أيام في سجن تدمر بتقديم هذا الكتاب و هذه مقدمة الكتاب لي لفتح شهيتكم لإقتناء الكتاب عبر رابط الأمازون. و مقدمتي مكتوبة باسم كل التدمريين شاكرين أخينا براء على هذا العمل التوثيقي الرائد ... و هنا المقدمة و بعدها الرابط للكتاب طرفة بغجاتي

من مهجع 13 إلى فيينا

بقلم طرفة بغجاتي، يونيو حزيران 2015

كلما أتذكر أشهر الاعتقال في سوريا في منتصف ثمانينات القرن الماضي والتي قضيتها بين فرع التحقيق العسكري وبين سجن تدمر أندم على ثلاثة أمور الأول هو أنني لم أكتب أسماء كل من كان معي ممن رافقوني في هذه التجربة المريرة وأسماء بلداتهم ومدنهم, والثاني أنني لم أوثق تواريخ اعتقالي ودخول تدمر والخروج منه عائداً إلى التحقيق العسكري وبعد ذلك تاريخ إخلاء سبيلي. والثالث هو توثيق الأماكن وأرقام المهاجع والأجنحة والزنزانات وباحات التعذيب حسب الاستطاعة والمقدور. لم أفعل هذا ظناً مني أن هذه معلومات حفرت في العقل والقلب وهي كالنقش على الصخر لا يمكن أن تنسى مهما مرت الأيام وتغيرت الظروف, ولكنني أصبت في وجه وأخطأت في وجه آخر. أصبت بكون هذه الأيام و الظروف والحوادث والتجارب فعلاً لا يمكن أن  تغادر الإنسان وتظل جزءاً لا يتجزأ منه وعليه التعامل معها سلباً وإيجاباً. ولكنني أخطأت كون تذكر التفاصيل والأسماء والأمكنة والتواريخ أمر إنساني بحت قابل للنسيان في حال عدم الكتابة والتوثيق وهذا ما حصل معي حيث لم أعد أذكر أسماء إخوتي التدمريين إلا ما ندر ونسيت أرقام المهاجع والغرف والزنزانات الانفرادية في التحقيق العسكري ونسيت تاريخ دخولي وخروجي وانتقالي من التحقيق العسكري إلى تدمر والعكس كما أنني لم أعد أذكر تاريخ إخلاء سبيلي وإطلاق سراحي.

ومرت الأيام وذهبت إلى رومانيا متابعاً للدراسة بعد خسارة سنة دراسية في ضيافة نظام حافظ الأسد وتخرجت مهندسا مدنياً وذهبت إلى النمسا بعد التخرج لا بنية الغربة بل هرباً من إمكانية اعتقال أخرى حيث أجمع كل من سمع بموضوعي على أن عدم العودة في أيام الثمانينات أفضل وأحوط حيث لا ضمان أبداً لعدم إعادة تكرر مأساة الاعتقال، توفي والدي عدنان بغجاتي رحمه الله في عام 1992 وظللنا على هذه الحال تألماً وحسرة إلى اليوم في قلبي وقلب العائلة وأمي بالذات التي لم تر وحيدها في جنازة والده التي حضرها القاصي والداني وتخلف عنها وحيده طرفة حتى إنهم لم يخبروني بوفاته إلا بعد الدفن لكي لا أتسرع وآتي مخاطراً لحضور الجنازة فنكون في مصيبة ونصبح في مصيبتين بين فقدان عزيز واعتقال ابن له. ومرت الأيام وصار لي نشاط في النمسا إلى جانب العمل الهندسي في مجال العمل التطوعي دفاعاً عن حقوق الإنسان ومكافحة ظاهرة عداء الإسلام وحوار الأديان ومناهضة العنصرية في المجالات الاجتماعية والثقافية على الصعيد النمساوي خاصة والأوربي عامة ولكنه كان نشاطاً باللغة الألمانية وأحياناً الانكليزية ولم يكن للعربية نصيب إلا ما ندر. ومرت الأيام ومع انطلاقة الثورة السورية امتد مجال النشاطات إلى اللغة العربية وبشكل سريع مواكبة للأحداث المتعاقبة وبذلك كان لا بد من دخول عوالم التواصل الإجتماعي وإقامة صفحة لي خاصة باللغة العربية فتحت لي آفاقا واسعة تعارفاً ومناقشة وإعادة لصداقات وعلاقات قديمة كنا نظن أن الدهر قد أكل عليها وشرب وإذا بها تحيا كمعجزات الحياة بعد الموت.

ويوماً من الأيام تصلني رسالة من أخ لم أذكر اسمه يقول لي إنه يريد أن يفحص ذاكرتي وإن كنت أذكره و ذكرني باسمه براء السراج، فكتبت آسفاً ولكنني غير مستسلم قائلا لا والله ولكن طالباً المساعدة في حادثة أو تاريخ أو مكان، فأجاب بتاريخ 6 أكتوبر تشرين الأول 1984 فتذكرت حرب تشرين وكتبت مداعبةً أن هذا الذي أذكره فجاوبني الأخ براء بأن هذا التاريخ هو يوم دخولي إلى تدمر في دفعة لحوالي عشرين إلى ثلاثين سجيناً وبعد أن تم استقبالنا, وما أدراك ما استقبال تدمر وهذا يمكنكم القراءة عنه في هذا الكتاب, أدخلونا إلى مهجع رقم 13 والذي لم يكن كبيرا وكان فيه على ما أذكر بين الأربعين والخمسين سجيناً وكان مكتظاً بهم أصلاً وليس فيه مكان لوضع الرجل ناهيك عن إمكانية المشي أو الحركة، ومعروف عادة السجون أن القدامى يستفردون بالأمكنة (الجيدة) ويعاملون الجدد بشئ من العنجهية ويكون رئيس المهجع ديكتاتورا صغيرا يأمر وينهى. أما عندنا فأشهد أنه تم استقبالنا هناك بأخوة وحب وإيثار منقطعي النظير وكان رئيس المهجع خادما للجميع وكلهم لا يدرون كيف يواسوننا ويخففون عنا وذلك لمعرفتهم ما لا نعرف ولعلمهم ما لا نعلم عن ماذا ينتظرنا في غياهب هذا السجن الرهيب. وقضينا في هذا المهجع ثلاثة أيام بلياليهن كان فيها إلى جانبي طوال الوقت شاب لطيف على وجهه البسمة وهذا الشاب هو كاتب هذا الكتاب الموثق الدكتور براء السراج، ثلاثة أيام في مهجع مكتظ ننام فيه مسايفة (من السيف يعني النوم على أحد الكتفين حيث يكون الجسد عمودياً على الأرض كالسيف) يعني على الجنب فقط وذلك لعدم إمكانية النوم على الظهر ووضع الكتفين على الأرض فهذا يأخذ ضعف المساحة ووقتها لا يمكن للجميع أن يناموا لضيق المكان.

أتذكر كيف كان شعري طويلاً نسبياً  عند دخول تدمر حيث أن الشعر في فرع التحقيق العسكري يترك ولا يحلق كاملا بالضرورة فكان السجانون خلال ساعة أو دقائق التنفس يعرفون الجديد من القديم فكان أحدهم يناديني بتعال هنا أنت أبو شعر فأركض باتجاهه وأضرب التحية العسكرية لحضرة الرقيب كما كنا نقول لهم ونحن حفاة الأقدام في التنفس ويجب أن تكون مغمض العينين فيطلب أن أرفع رأسي إلى السماء وأظل مغمض العينين فيرجع إلى الوراء عدة أمتار ويركض باتجاهي ليوجه ركلة ببسطاره العسكري على صدري فأرجع من أثر الضربة مترا أو مترين وأقع على الأرض وأعود قائماً فوراً على الحالة الأولى ليعاود الكرة مرتين أو ثلاثة وهو يتسلى مع رفاقه العساكر بالضحك والكلام، وعندما عدنا إلى المهجع رقم 13 ودخل الجميع وأغلق الباب وإذا بي أرى غالبية التدمريين القدامى يلتفون حولي ليطمئنوا علي وبكل قلق وخوف جعلني أستغرب حيث أن الموضوع بالنسبة لي انتهى وصرنا في المهجع وإذا بهم يحدثونني أنه كثيراً ما يتم كسر عظام القفص الصدري من جراء ضربات البسطار العسكري هذه وأحيانا يتم إصابة الظهر أو الرأس إصابات قد ترافق السجين سنوات بعد ركلات التنفس هذه، فإذا بي أحاول أن أطمئنهم عني بأن الموضوع قد مر بسلامة وكان وقتها مؤلفنا براء من أوائل من واساني واهتم بي. كما أتذكر تدليك رجلي الذي يتورط بفلقة بالكرباج أثناء التنفس فترى شباب المهجع يستلم كل واحد منهم قدما منتفخة ويدلكها بكل عطف وحنان مما يعطي جواً من التآخي والتناغم والإيثار قل أن يعيش الإنسان مثله.

بعد هذه الأيام الثلاثة يقدم أحد أخوي مهجع 13 كتاب أخيه بعد مرور ثلاثين عاماً على هذا اللقاء القصير في الزمن والخالد في الأثر. أتشرف بتقديم هذا الكتاب وأتمنى من الجميع إشهاره وقراءته وشراءه مع دفع ثمنه فالكتاب الذي لا يباع لا ينتشر. أتمنى في هذا السياق أيضاً على جميع إخوتي التدامرة الأحياء وعلى أولاد من توفاه الله منهم أن يوثقوا كل ما مر معهم ويحفظوه ويبعثوا للأخ براء عسى أن يكون لهذا الكتاب تتمة في طبعات قادمة أو إصدار كتاب جديد فهذه الصفحات في تاريخ سوريا تحتاج إلى سلسلة كتب فكتاب واحد لا يمكن أن يفي بحقها. كما أتمنى أن يتبنى أحد دور النشر المعتمدة هذا العمل الرائد ويساهم في توزيعه وطباعته فمكان هذا الكتاب هو معارض الكتب على أرقى المستويات وعلى رفوف المكتبات لا فقط عن طريق الإنترنت. أما كيف استطاع الدكتور براء تذكر كل هذه الأحداث والتواريخ فهذا سره الخاص وبصراحة بالنسبة لي فهذا وحده يشكل شبه معجزة، أقول هذا مذكراً لا أميل إلى المبالغات فتصوروا أن الورقة و القلم كانا من الممنوعات والمحظورات فلم أستوعب إلى اليوم كيف استطاع براء الحفاظ بعد كل هذه السنين بكل هذه الحوادث والتواريخ و بهذه الدقة المتناهية والتي تحتاج إلى كومبيوتر أكثر منها من إلى ورقة وقلم.

أما عن سجن تدمر فكم أثرت بنا نحن التدامرة جريمة داعش في تدمير هذا السجن ولو أننا لسنا متأكدين إلى الآن إن كان القسم السياسي أيضاً قد دمر أم لا؟ كلنا على موعد مع زيارة لهذا المعتقل في سوريا تحترم حقوق الإنسان وكرامته ونريد دخول هذا السجن أحراراً رافعي الرؤوس لا مخفضيها وفاتحي الأعين لا مغلقيها بالطميشات السوداء اللعينة ومطمئنين لا مرتعدين من الاستقبال والدولاب والتعذيب والإرهاب النفسي والجسدي. نريد أن نقول للعالم وللسوريين جميعاً أننا نتذكر هذا السجن لنقول لا لمثل هذا في سوريا المستقبل ولا لتكرر مثل هذه الأمور في سوريا الحرية وكرامة الإنسان وأكبر ضمانة في تاريخ الشعوب لعدم تكرار الجرائم هو تذكرها دائماً ووضعها نصب العيون تحذيراً وإنذاراً من تكرارها. وأعتقد أكبر درس ممكن أن نعطيه لأجيال المستقبل أننا لا نهتم بالثأر من هذا المجرم أو ذاك مع أنه لا حرج من أن تأخذ العدالة النزيهة مجراها وليس لنا مع أولاد من عذبنا أي ثأر وهمنا الوحيد فقط هو أن نضمن أن ما مر معنا لن يمر على من بعدنا في تاريخ سوريا القادم. نريدها بلداً آمناً لكل مواطنيه بعيداً عن النزعات الطائفية والعنصرية والدينية والفئوية وسنكون إن شاء الله عوناً لكل سوري مخلص يريد أن يصل هذا البلد إلى بر الأمان.

لذلك أرى أن يعاد بناء سجن تدمر إن دمر كما كان وتحت إشراف الأخصائيين عن طريق استعمال نفس مواد البناء في ذاك الزمن وأن تصبح تدمر إلى جانب كونها مدينة أثرية حضارية منارة لحقوق الإنسان عبر إقامة متحف لحقوق الإنسان يتم فيه أيضاً توثيق سجن تدمر بكل تفاصيله, ويزوره القاصي والداني وتقام فيه الفعاليات وزيارات طلاب المدارس والندوات الثقافية وبذلك نكون  قد أعطينا شهداء تدمر ومن مات بعد خروجه ومن ما زال حياً منهم حقهم فهذا أقل ما يستحقون ويكون بهذا أكبر خدمة لهذا البلد المعطاء.

تم تحرير هذه المقدمة المتواضعة في أربعة بلاد النمسا وبلجيكا و السنغال وغينيا بيساو وكتبت قسما منها في الطائرة بين العاصمة البلجيكية بروكسل والعاصمة السنغالية داكار مرورا فوق المحيط الأطلسي وأفكر في هذه اللحظات حامداً ربي وشاكره على فضله علي بأبناء بلدي الذين يقبعون في مكان ما سواء في سجن سوري أو في مخيم في بلاد الجوار أو لاجئين في مكان ما دون أوراق أو قابعين في بلد ما دون جواز سفر فإذا بنا كنا في تدمر واحدة وصرنا بمآس موزعة في أصقاع المعمورة. أسأل الله أن يكون الفرج لهذا البلد قريباً وأن يحسن فكاك المأسورين جميعاً وخاصة النساء والأطفال منهم ويكون لنا جميعاً عودة عاجلة غير آجلة لبلدنا سوريا في ظل الحرية وكرامة الإنسان لجميع المواطنين.

أخيراً جزيل شكري لمؤلفنا الأستاذ الدكتور براء السراج وبارك الله في هذا العمل وجعله خطوة توثيقية في مكافحة الظلم و الطغيان وفي التوق للحرية والكرامة. و خير ما أنهي به هذه المقدمة قول الله عز وجل: "ادفع بالتي هي أحسن فإذا الذي بينك وبينه عداوة كأنه ولي حميم".

From Tadmor to Harvard (Arabic)

Bara Sarraj (Author), Foreword/Vorwort: Tarafa Baghajati

The journey of a political prisoner from Tadmor (Palmyra), Syria, one of the worst detention camps in the world, to Harvard, the top academic institution in the same world!

http://www.amazon.de/From-Tadmor-Harvard-Bara-Sarraj/dp/1523402970

Taschenbuch: 318 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (2. Februar 2016)
Sprache: Arabisch
ISBN-10: 1523402970
ISBN-13: 978-1523402977
Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 1,8 x 22,9 cm 

Ein Pfarrer und ein Iman

CR Monika Fischer

Imam Tarafa Baghajati und Pfarrer Konstantin Spiegelfeld sprechen über das Zusammenleben der Religionen, über Ängste, Terrorismus, über Flüchtlinge und Barmherzigkeit. Am 11. März kann man die beiden Herren zu einer christlich-muslimischen Begegnung im zweiten Bezirk begleiten, im Studio von radio klassik Stephansdom kommen die Religionsvertreter schon jetzt zusammen.
Eine Sendung von Monika Fischer.

24.02.2016, 17:30 Uhr, 25-Minuten-Sendung auf radioklassik.at

Gespräch zwischen Pfarrer Konstantin Spiegelfeld und IMÖ-Obmann Tarafa Baghajati

Moderation: Monika Fischer

Thema: aktuelle brennende Fragen und gesellschaftliche Herausforderungen
https://radioklassik.at/ein-pfarrer-und-ein-imam/

Hier das gesamte Interview:

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