Demo gegen Gaza-Blockade: "Geht um Humanität, nicht um Politik"

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Tuesday, 29 January, 2008
Demo gegen Gaza-Blockade: "Geht um Humanität, nicht um Politik"

Wien. Zur Kundgebung "Lasst Gaza leben" kamen am Samstag 700 Demonstranten auf den Stephansplatz. "Es geht um die Menschenrechte der hungernden Bevölkerung", betonte der Wiener LAbg. Kurt Stürzenbecher (SPÖ). Gleichzeitig distanzierte er sich aber von der "Linkswende": "Mit Plakaten, wie 'Israel ist der Terrorstaat', 'Stoppt US-Imperialismus' bin ich nicht einverstanden."

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ). Die Menschen in Gaza "sind Gefangene in einem Straflager ohne Nahrung, Wasser und Medikamente", sagte Mouddar Khouja von der IGGiÖ.

Dass die IGGiÖ damit den Nahostkonflikt nach Österreich importiere, bestritt ihr Integrationsbeauftragter Omar al Rawi: "Unter den palästinensisch-stämmigen Mitgliedern ist ein beträchtlicher Teil aus Gaza. Sie sind wegen der dort lebenden Verwandten besorgt."

Es gehe um Humanität, nicht um Politik. Auch amnesty international und die von der Stadt Wien unterzeichnete Initiative "Cities are not targets" verlangten eine Verbesserung der Lage.

Die Antiimperialistische Koordination (AIK) war ebenfalls bei der Demo. "Die AIK ging aus der Krise der Linken nach 1989 hervor", so der Politologe Thomas Schmidinger: "Sie betreibt eine neue Form des Faschismus und arbeitet durch eine extreme Fokussierung auf die Feindbilder USA und Israel mit radikalen Islamisten zusammen."

Von islamischer Seite erschienen Vertreter der Muslimischen Jugend in Österreich und die Islamische Föderation. Kritik kam vom Publizisten Karl Pfeifer: "Der IGGiÖ geht es nicht um die Menschen im Gazastreifen, sondern um Schützenhilfe für die terroristische Hamas."

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