Al-Rawi Omar

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Dipl. Ing Omar Al-Rawi

 

Landtagsabgeordneter und Gemeinderat sowie Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen.

Steckbrief

Name: DI Omar Al Rawi

Geboren: 8. Mai 1961 in Bagdad

Verheiratet seit 1988,  4 Kinder

Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch

In Österreich: seit 1978, 1988 Österreichische Stattsbürgerschaft .

Studium: ab Wintersemester 1978 an der Technischen Universität Wien (Bauingenieurwesen) in Österreich,      erfolgreicher Abschluss 1990

Lebenslauf

1978-1990

Politische Aktivität im Rahmen der Hochschülerschaft

1990-1991

Zivildienst beim Arbeitersamariterbund Österreich, gewählter Sprecher der Zivildiener

1991-1992

Tätigkeit in der Bauindustrie

1992-1996

Betriebsrat bei der Hofman & Maculan AG. Vorsitzender während des schwierigen Jahres 1996 (Insolvenz), große Anstrengungen zur Rettung des Unternehmens und der Arbeitsplätze durch politisches Lobbying, Koordination mit der AK und Suche nach einem Investor im  arabischen Raum. Erfolgreicher Abschluss eines Projektes in Zusammenarbeit mit dem AMS. Rettung von über 1500 Arbeitsplätzen durch Übernahme der Firma durch die ERA-Bau.

1997-1999

Betriebsratsvorsitzender bei der ERA-Bau AG in Wien, Einführung der Gleitzeit, Erreichen weitreichender sozialer Leistungen durch den Betriebsrat .

September 1999

Integrationsbeauftragter der Islamischenglaubensgemeinschaft.

November 1999

Mitinitiator der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, aktive Teilnahme, bzw. Organisation von verschiedenen Projekten: „Tag der offenen Tür“ im Islamischen Zentrum, Symposium „Islam und Europa“, Straßenfeste als Ort ungezwungener Begegnung, Teilnehmer beim Forum „Runder Tisch - Innenministerium“ und in der Arbeitsgruppe der AK, Mitglied der Delegation der Islamischen Glaubensgemeinschaft bei den drei Weisen, Podiumsdiskussionen rund ums Thema Islam, Migration, Fremdenfeindlichkeit, und Integration. Auftritte in Talk Shows, Medienarbeit – Gastkommentare und Kontakte, aktive Unterstützung beim Integrationskreis Florisdorf und im Personenkommitee der Initiative „Land der Menschen“. Interreligiosedialog, Auftritte in der Wichtigsten Sendungen des ORF, ZIB 1, 2 und 3 sowie der Sendungen “Betrifft“ zum Thema “Integrationsvertrag“ und “Report“ zum Thema “11. September“.

Oktober 2000

Betriebsrat bei der STRABAG Bau AG.

März 2001

Kandidat für den Wiener Gemeinderat, und mit 2558 Vorzugsstimmen das dritt beste Ergebnis in Wien Hinter Bürgermeister Häupl und Patrik-Pable eingefahren.

Die Wichtigsten Botschaften meines Wahlkampfes:

„Meine Mutter ist Österreicherin, mein Vater Iraker. Die Schule besuchte ich in Bagdad, studiert habe ich in Wien. Ich bin es gewohnt, Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu schlagen und unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Als Betriebsrat habe ich mich für die Rechte der ArbeitnehmerInnen eingesetzt.

Bei Integrationsprojekten habe ich gezeigt:

Wir Migranten brauchen uns nicht blindlings „anzupassen“!

Wir gestalten unsere Heimat Österreich aktiv mit!

Wir als Betroffene haben Ideen, wie ein Miteinander in einer offenen Gesellschaft funktioniert!

Omar Al-Rawi tritt an für

  • Gleiche Rechte für alle Menschen – hier geborene und zugewanderte, am Arbeitsplatz, im gesellschaftlichen Umfeld, im Wohnungsbereich

  • Stärkung der Frauen in der Gesellschaft, vor allem Frauen die unter mehrfacher Diskriminierung als Schwarzafrikanerin, Muslimin leiden

  • Förderung der Mehrsprachigkeit

  • Verbesserung eines speziellen sozialen Netzes für Minderheiten

  • Einrichtung eines islamischen Friedhofes

  • Schaffung eines Antidiskriminierungsgesetzes

Daher bitte ich Sie/Dich um eine Vorzugsstimme.

Eine VORZUGSSTIMME für OMAR AL-RAWI ist eine

  • Stimme für gegenseitiges Verständnis und Respekt

  • Stimme für Minderheiten in der Gesellschaft

  • Stimme für den interkulturellen und interreligiösen Dialog

Juli 2002

Einzug in den Wiener Landtag und Gemeinderat.

Seit 2009

Vorsitzender des Unvereinbarkeitsausschusses im Wiener Gemeinderat.

Weitere Informationen

SP-Al Rawi verurteilt exzessive Gewaltanwendung in Libyen

Wien (OTS/SPW-K) - In den letzten Tagen standen die politischen Entwicklungen in Tunesien, Ägypten, Bahrain und Libyen weltweit im Mittelpunkt. "Ohne Zweifel haben wir es mit einem radikalen gesellschaftlichen Umbruch in Richtung Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu tun. Die seit Jahren ohne jegliche Legitimation herrschenden Diktatoren wurden gestürzt und werden hoffentlich noch gestürzt werden, weitere Veränderungen in Richtung Demokratie und Menschenrechte sind zu erwarten. Diese für viele überraschende Revolutionen sind auch das Ergebnis gravierender gesellschaftspolitischer Defizite in den arabischen Staaten", kommentiert der SP-Gemeinderat Omar Al Rawi das aktuelle Geschehen. Grundsätzlich nachvollziehen kann Al Rawi die Berechtigung dieser Bewegung und zeigt sich über deren weitgehende Gewaltlosigkeit erfreut.

"Nach den politischen Umbrüchen braucht es eine neue Nahostpolitik, die für Demokratie, Menschenrechte und die  Gleichberechtigung der Geschlechter eintritt. Dazu braucht es auch die europäische Unterstützung des Auf- und Ausbaues demokratischer Strukturen und Institutionen, z.B. auch durch die organisatorische und finanzielle Unterstützung neuer demokratischer Prozesse", unterstreicht der Gemeinderat.  

Dies hat auch der Vorsitzende der Europäischen SozialdemokratInnen, Poul Nyrup Rasmussen unterstrichen, in dem er forderte, dass nur eine starke und schnelle wirtschaftliche Unterstützung der EU einen nachhaltigen Demokratisierungsprozess bewirken kann. "Zu Gewaltanwendung und Menschenrechtsverletzungen darf nie geschwiegen werden, auch nicht aus falsch verstandenem Glauben an Stabilität und wirtschaftlichen Nutzen", betont Al Rawi abschließend. (Schluss)

Rückfragehinweis:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Tel.: 01/4000 81 941

Libyen - Al Rawi: "Gewaltsame Reaktion der Regierung durch nichts zu rechtfertigen"

Lybien - Al Rawi: "Gewaltsame Reaktion der Regierung durch nichts zu rechtfertigen"

Utl.: SP-Gemeinderat appelliert an Regierung und EU: "Einsatz für Demokratie unterstützen" =

Wien (APA) - Besorgt und entsetzt über die Eskalation der Gewalt gegen friedlich für Demokratie und Reformen demonstrierende Menschen im Arabischen Raum, Nordafrika und dem Iran, zeigt sich der aus dem Irak stammende SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi. "Leider werden die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Libyen immer gewalttätiger. Diese gewaltsame Reaktion der Regierungen auf die Proteste ist entsetzlich und durch nichts zu rechtfertigen", betonte Al Rawi in der Nacht auf Dienstag in einer Aussendung und fordert ein sofortiges Ende der Gewalt.

Laut Meldungen der "Human Rights Watch" habe es am Montag allein in der Stadt Benghazi (Bengasi) 173 Tote gegeben, bedauerte der SP-Politiker. "Wir dürfen nun nicht wegsehen, sondern die Menschen in Ihrem Einsatz für Demokratie und soziale Reformen unterstützen und ihnen beistehen. Daher appelliere ich an die österreichische Bundesregierung und die EU, alles zu tun, um die Menschen zu schützen, die Zensur der Medien zu unterbinden und die Entwicklung der Demokratie in diesen Ländern mit allen Mitteln zu fördern", unterstrich Al Rawi.

(Schluss) ed

Al-Rawi: Muslime bei Wahl "Zünglein an der Waage"

In Wien sind laut Schätzungen mehr als 200.000 Menschen mit Migrationshintergrund wahlberechtigt. Omar Al-Rawi ist der Kontaktmann der Wiener SPÖ zur Islamischen Glaubensgemeinschaft - und zu deren Wählerschaft.

Ihr Chef in der Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh, fordert im Wiener Wahlkampf ein Minarett pro Bundesland. Das gefällt Ihrem Chef in der Wiener SPÖ, Michael Häupl, weniger. Oder war das Wahlkampfhilfe für Omar Al-Rawi, der sich schützend vor die Moslems stellen kann?

Omar Al-Rawi: Das war keine gezielte Forderung, sondern eine Antwort auf eine Frage in einem Interview. Da hat er von Visionen in 50 Jahren gesprochen.

Sie sind Medienprofis. Sie fordern immer wieder von nicht muslimischer Seite Fingerspitzengefühl. Auf Fingerspitzengefühl wurde da völlig verzichtet.

Besten Profis kann etwas passieren.

Eine solche Entschuldigung würden Sie bei jedem anderen aber nicht gelten lassen.

Es passiert, dass eine Aussage zur Schlagzeile wird und nicht diejenige, die man selber gerne sehen würde.

Das könnte Ihnen jetzt auch passieren, das ist Journalismus. Ariel Muzicant hat gemeint, man solle Moscheen bauen, aber möge auf das Minarett verzichten. Kann es für Sie Moscheen ohne Minarette geben?

Es muss nicht unbedingt ein Minarett sein. Aber ich bin dagegen, es zu verbieten. Es gibt in Österreich über 200 Moscheen, vier haben Minarette.

Braucht Wien mehr Moscheen?

Ich glaube nicht, dass Wien mehr Moscheen braucht, aber es ist an der Zeit, diese alten, ungesunden Räume in Hinterhöfen und Kellern, in denen es keinen würdigen Rahmen für das Gebet gibt, zu modernisieren. In manchen Fällen wird man an einen anderen Standort übersiedeln müssen. Das ist Sache des Bedarfs und nicht des Justaments. Deswegen zu sagen, in allen Landeshauptstädten brauchen wir eine Moschee, ist nicht meine Aussage.

Klagenfurt oder Eisenstadt benötigt wohl tatsächlich keine Moschee mit einem Minarett. Aber Favoriten oder Ottakring vielleicht?

Gerade in Favoriten sind zwei Moscheen vor drei Jahren entstanden. In Ottakring ist vor fünf Jahren eine neue Moschee eröffnet worden, in einem Raum, den man von außen nicht als Moschee erkennt.

Dann gibt es also kein Problem?

Es gibt in Wirklichkeit kein Problem. Das Problem entsteht dort, wo ein neues Zentrum entsteht und Anrainer Sorgen wegen der Parkplatzproblematik und Lärmbelästigung haben. Problematisch wird es für mich, wenn in einer Bürgerinitiative, die berechtigte Sorgen hat, Leute von außerhalb auftauchen und dubiose Menschen aus dem rechtsextremen Bereich mitmarschieren.

Apropos Extremismus: Nach der Aufbringung von Schiffen der Gaza-Flotte hat es auf Ihr Betreiben die berühmte Resolution im Gemeinderat gegeben, in der Israel verurteilt wird. Am selben Tag hat es eine unangemeldete Demonstration gegen Israel mit Nazi-Sprüchen und Randale gegeben. Wo ist da Ihr mäßigendes Auftreten geblieben?

Diese Demonstration war illegal, und ich habe sie verurteilt und mich davon distanziert. Es stimmt, dass der Gemeinderat keine außenpolitische Kompetenz hat, aber wir haben sehr wohl schon vorher zu solchen Themen Stellung genommen – etwa gegen den iranischen Präsidenten. Ich stehe zu dieser Resolution.

Auch wenn Sie heute mehr Informationen haben und wissen, dass nicht alle Teilnehmer dieser Blockadebrecher-Aktion ausschließlich Friedensstifter waren.

Ich kenne nicht alle 700 Leute, die auf den Schiffen waren. Aber natürlich war es eine politische Mission, um eine Blockade des Gaza-Streifens zu beenden und für die Beendigung dieser Blockade bin nicht nur ich, sondern das haben auch der Obama, der Sarkozy und Ban-Ki-moon genauso gesagt.

Diese verwenden andere Mittel. Es gibt eine Lesart in dieser Stadt: Diese scharfe Resolution gegen Israel war von Ihnen auch eine Aktion, für Michael Häupl, israelkritische Wähler mit moslemischem Hintergrund zu binden.

Sie verwenden genau dieselben Mittel: Resolutionen und politische Aufrufe. In dem Moment war ich sicher nicht an Wählerstimmen interessiert. Wir alle gehen d'accord, dass der Umgang der israelischen Marine mit dieser Flotte nicht gescheit war.

Völlig d'accord, aber ich rede von den österreichischen Implikationen – Sie würden sich doch als israelkritisch bezeichnen, oder?

Ich bin ein Kritiker der Politik, nicht Israels, sondern der Politik der israelischen Regierung. Die Untersuchungsergebnisse der UNO über den Vorfall geben mir recht.

Was sagt Ihnen diese österreichische Organisation IHH, die hinter der Gaza-Flottenaktion stand, und deren deutscher Ableger verboten wurde?

Bis zu dieser Flottengeschichte war das für mich kein Begriff.

Auch nicht die in Österreich? In Österreich hat sie keinen Konnex zur islamischen Glaubensgemeinschaft?

Nicht, dass ich wüsste. Das ist eine humanitäre Organisation, die als Verein in Wien organisiert ist.

Aber in Deutschland sammeln die offenbar Geld für der Hamas nahestehende Organisationen. Sind das humanitäre Aufgaben?

In Wien ist das offenbar nicht so.

Glauben Sie, dass Wähler muslimischen Glaubens wahlentscheidend sein werden?

Sie werden das Zünglein an der Waage sein. Sie können vor allem die Wahlbeteiligung erhöhen. Sie sind sicher keine freiheitlichen Wähler. Es hat sich oft gezeigt, dass viele nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Heinz-Christian Strache wird mit seinem aggressiven Wahlkampf sehr wohl eine Mobilisierung schaffen.

Zynisch gesagt: Strache hilft auch der SPÖ?

Das weiß ich nicht. Auf so eine Hilfe kann ich verzichten. Meine Sorge über den Wahlkampf ist, dass Strache Zwietracht sät und die Gesellschaft spaltet.

Was sagen Sie zu den Aussagen von Thilo Sarrazin, stimmt Sie die Unterstützung nicht nachdenklich? Glauben Sie nicht, dass einige seiner Befunde für Deutschland, aber auch Österreich nicht einen wahren Kern haben?

Es stimmt mich nachdenklich, dass so viele Menschen bereit sind, dem offensichtlichen Rassismus eines Herren Sarrazin Beifall zu klatschen. Die Muslime in Österreich haben noch einen langen Weg im Kampf um die Herzen der Menschen vor sich. Wir müssen uns noch viel Akzeptanz erarbeiten. Der Schlüssel liegt in der Bildung. Eines unserer Probleme ist, dass ein großer Teil es nicht geschafft hat, in die Mittelschicht zu kommen.

Ein Versagen der SPÖ eigentlich.

Würde ich nicht sagen. Das ist einerseits eigenes Versagen, andererseits liegt es an den gesellschaftlichen Strukturen und an der Wirtschaft des Landes.

Studien sagen, dass junge türkischstämmige Männer eher gewalttätig sind.

Ich kann das nicht nachvollziehen.

Aber solche Studien gibt es.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass türkische Männer oder Muslime gewaltbereiter sind als andere.

In der SPÖ gibt es eine Kandidatin, die Kopftuch trägt: Das ginge in der Türkei nicht.

Das ist ein Zeichen der Normalität. Auch die ÖVP hat eine.

Aber offenbar nicht für Türken.

Aber wir sind nicht in der Türkei.

Für sehr gläubige Moslems ist es angenehmer, in Österreich als in der Türkei zu leben.

Ich habe mich als Moslem hier nie schlecht gefühlt.

In Wien sind laut Schätzungen mehr als 200.000 Menschen wahlberechtigt, die Migrationshintergrund haben. Alle Parteien versuchen, bei den Zuwanderern zu punkten. Die Meinungsforschungsinstitute Ifes und TrendCom erhoben im Juni 2010, wen Migranten wählen. Türken sind laut dieser Studie besonders SPÖ-fixiert. 78Prozent der türkischstämmigen Community würden die Sozialdemokraten wählen, nur 16 Prozent die Grünen, fünf Prozent die ÖVP und lediglich ein Prozent die FPÖ. Bei Wählern, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen (Serben, Bosnier, Kroaten), hat ebenfalls die SPÖ die Nase vorn. 56 Prozent tendieren zu ihr, zehn Prozent zu den Grünen, sechs Prozent zur ÖVP. Dass sich FP-Chef Heinz-Christian Strache seit vielen Jahren vor allem um serbischstämmige Wähler bemüht, trägt Früchte: 27 Prozent der Wähler aus dem ehemaligen Jugoslawien würden die FPÖ wählen. Migranten aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn sind ebenfalls SPÖ-affin.

Palästina-Plattform für Al-Rawi und gegen "islamfeindliche Agitation"

Eine Plattform mit über 129 Organisationen und Vereinen weist "infame Behauptungen" der Israelitischen Kultusgemeinde gegen den SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi entschieden zurück.

In einer Solidaritätserklärung für den Wiener Landtagsabgeordneten und Gemeinderat Omar Al-Rawi (SPÖ) hat die Palästina-Solidaritätsplattform von 129 Organisationen und Vereinen am Dienstag gegen die Kritik der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) am Integrationsbeauftragten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) Position bezogen. Die Versuche der offiziellen politischen Führungspersonen der IKG, Präsident Ariel Muzicant und Generalsekretär Raimund Fastenbauer, Al-Rawi "mundtot zu machen", würden aufs Schärfste zurückgewiesen, heißt es in der vom Sprecher der Plattform, Tarafa Baghajati, in Wien veröffentlichten Erklärung.

"Islamfeindlichen Agitation"

"Die infamen Behauptungen gegen Omar Al-Rawi werden nicht wahrer, indem sie ständig wiederholt werden. Wir verstehen uns selbstverständlich als deklarierte Feinde des Antisemitismus und erwarten uns von der Führung der IKG mit gleicher Selbstverständlichkeit ein Ende der islamfeindlichen Agitation. Trotz unserer unterschiedlichen Auffassungen im Nahost-Konflikt rufen wir die offizielle jüdische Gemeinde dazu auf, zu einem vernünftigen und freundschaftlichen Miteinander zurückzufinden."

Nach dem Verbot der "Internationalen Humanitären Hilfsorganisation" (IHH) durch das deutsche Innenministerium wegen Unterstützung von Sozialvereinen der palästinensischen Hamas hatte die IKG das österreichische Innenministerium ersucht, "in ähnlicher Weise hinsichtlich der österreichischen Zweigstelle tätig zu werden." Die IKG forderte zudem Al-Rawi auf, "sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen"

Die türkische humanitäre Organisation IHH (Insani Hak ve Hürriyetler Vakf), die die von Israel in internationalen Gewässern gewaltsam geenterte Gaza-Hilfsflotte organisiert hatte, begann ihre Arbeit in Bosnien, sie bekam vor drei Jahren den "Ehrenpreis" des türkischen Parlaments. Mit dem jetzt in Deutschland verbotenen Hilfsverein hat sie nichts zu tun.

© DiePresse.com

Österreichs Muslime wählen ab November 2010

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat die Termine für ihre Wahl bekanntgegeben, die erstmals nach neuem Modus abläuft und nach Bundesländern gestaffelt stattfindet. Den Auftakt macht die Kärntner Glaubensgemeinde am 21. November 2010. Am 17. April 2011 wird Wien als letztes Bundesland an der Reihe sein. Ein Nachfolger von Präsident Anas Schakfeh wird erst danach feststehen.

Derzeit läuft in der IGGiÖ noch die Registrierung der heimischen Muslime. Die Fristen und Daten für die Wahl, die erstmals den Großteil der muslimischen Bevölkerung miteinbeziehen soll, werde in diesen Tagen in einer Kundmachung bekanntgegeben, so Schakfeh bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Gewählt wird die Gemeindeversammlung, die letztendlich bestimmt, wer in den Obersten Rat gewählt und wer Präsident werden soll. Aktiv wahlberechtigt sind Muslime, die das 14. Lebensjahr, passiv jene, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft wünscht sich ausdrücklich die Kandidatur von Frauen bei den Wahlen, die gestaffelt nach Bundesland von November bis April 2011 stattfinden. Präsident Anas Schakfeh betonte am Donnerstag in einer Pressekonferenz, dass das neue Wahlsystem auf große Pluralität setze. Dies spiegle sich bereits in der Zusammensetzung des Wahlkomitees der IGGiÖ wider, deren Vorsitzender der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi ist.

Die Sprecherin der IGGiÖ, Carla-Amina Baghajati, sieht im neuen Wahlsystem einen großen Schritt für die Muslime in Österreich. Vor allem Vereine seien auch derzeit "sehr oft männlich dominiert", nun seien auch Frauen aufgerufen, sich in die sogenannten Gemeindeversammlungen in den Bundesländern wählen zu lassen. Es sei ebenso nicht ausgeschlossen, dass eine Frau Präsidentin der Glaubensgemeinschaft wird. Deutschkenntnisse seien zwar nicht Pflicht für Kandidaten, so Schakfeh, allerdings ausdrücklich erwünscht.

Quelle: APA

Erklärung zum Israelischen Angriff auf Solidariätsflotte im Mittelmeer

Erklärung der unterzeichnenden Organisationen

Siehe Unterzeichnerliste unten

Am  Freitag, 4. Juni 2010 fand zwischen 15.00 und 18.00 Uhr eine Großdemonstration mit ca. 12.000 TeilnehmerInnen in Wien statt. Die Route führte nach dem Treffpunkt vor der Oper über den Ring zum Ballhausplatz, wo
eine Abschlusskundgebung gehalten wurde. Die Petition wurde  von der Delegation der Solidaritätsplattform (Tarafa Baghajati, Paula Hourani, Omar Al Rawi, Fritz Edlinger und Muhammad Turhan) im Bundeskanzleramt übergeben.

In einem ausführlichen Gespräch wurden die Anliegen der Solidaritätsplattform dargelegt und erörtert.

Auf das Schärfste verurteilen wir das blutige Vorgehen der israelischen Marine und Armee gegen die Hilfsflotte für Gaza. Diese  völkerrechtswidrige exzessive Gewaltanwendung in internationalem Gewässer kostete wahrscheinlich das Leben von mindestens zehn FriedenaktivistInnen. Einmal mehr ignoriert die israelische Regierung Mindeststandards des Völkerrechts – wie schon im Libanon Krieg 2006 und Gaza Krieg 2008/2009. Wenn ständig sanktionslos internationale Abkommen gebrochen werden, dann meint die israelische Regierung wohl, sie stünde über dem Völkerrecht und könne sich alles erlauben.

Dieser Angriff darf daher nicht allein als eine Angelegenheit des Nahen Ostens gesehen werden. Mit dieser Aktion nimmt Israel die Internationalisierung des Konflikts scheinbar bewusst in Kauf. Der Angriff ist nicht nur als Angriff auf die PalästinenserInnen zu verstehen, sondern betrifft vor allem Europa. Die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan Maguire, der bekannte schwedische Autor Henning Mankell, die beiden deutschen Parlamentarierinnen Inge Höger und Annette Groth, sowie Abgeordnete aus Norwegen, Schweden, Bulgarien, Irland und viele weitere EuropäerInnen wurden hier zur Zielscheibe dieser aggressiven und menschenverachtenden Politik. Entlarvend ist die Verhängung einer Nachrichtenzensur, wodurch bis jetzt keine Aufklärung über die tatsächliche Zahl der Toten und Verletzten und deren Identität gegeben ist. Auch die Kommunikationssperre in Bezug auf die widerrechtlich verschleppten hunderten AktivistInnen, deren Schiffe mit Gewalt nach Israel gebracht wurden, fällt in dieses Bild der propagandistischen Unterdrückung für die israelische Regierung  unangenehmer Tatsachen. Die verschleppten Menschen sollen umgehend freigelassen werden. Es bedarf internationalen Drucks, um eine rasche und lückenlose Aufklärung, möglichst durch unabhängige internationale Organe, zu gewährleisten.

Wir fordern die Österreichische Bundesregierung und die Europäische Union auf, eine eindeutige Verurteilung des Gewaltakts auszusprechen und die militärische Kooperation des Bundesheeres mit Israel mit sofortiger Wirkung einzustellen. Kritische Worte reichen offensichtlich nicht aus, um die israelische Regierung zur Einhaltung internationaler Standards zu bringen. Wer beharrlich UNO-Resolutionen ignoriert und stattdessen immer neue Gewaltakte setzt, wird auch jetzt nicht auf die Sprache der Diplomatie reagieren, sondern nur auf politische, spürbare Konsequenzen. Sanktionen gegen Israel sehen wir als angezeigten Weg, diese Gewaltpolitik in die Schranken zu weisen.

Den österreichischen Außenminister Michael Spindelegger ersuchen wir eine Weisung an den österreichischen UN-Botschafter Thomas Mayr-Harting zu erteilen, die Frage von internationalen Sanktionen gegen Israel auf die
Tagesordnung des Sicherheitsrates zu setzen. Diese Sanktionen sollten solange in Kraft bleiben, bis Israel die völkerrechtswidrige Abriegelung des Gazastreifens aufhebt.

An den Herrn Bundeskanzler Werner Faymann appellieren wir, seine für den 23.und 24.  Juni  2010 geplante Reise nach Israel aus Protest abzusagen.

Den Hinterbliebenen und den Familien der Opfer gilt unser Mitgefühl.

Die Verantwortlichen für dieses Massaker im Mittelmeer müssen angeklagt und vor ein internationales Gericht gestellt werden.

Wien, 04.06.2010

Rückfragehinweis (auch für Ergänzungen in der Unterzeichnerliste):
Tarafa Baghajati, baghajati [at] aon.at

Unterzeichnerliste, Stand 4. Juni 2010

1.   Islamische Religionsgemeinde Wien für Wien, Niederösterreich und Burgenland
2.   Islamischer Koordinationsrat der muslimischen Vereine in Österreich (ISKORAT, ca. 45 Organisationen)
3.   Islamische Föderation Wien IFW
4.   Union Islamischer Kulturzentren
5.   ATIB Türkisch islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich
6.   IVAÖ Islamische Vereinigung Ahlul-Bayt – Österreich, Verband für dieschiitischen Vereine
7.   Koordinationsforum für Unterstützung Palästina
8.   Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP-Österreich)
9.   Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB)
10. Frauen in Schwarz (Wien)
11. Wiener Friedensbewegung
12. WONDER
13. Palästinensische Vereinigung Österreich P.V.Ö.
14. Dachverband Bosnisch Islamische Vereine in Österreich
15. UETD Union of European Turkish Democrats
16. Türkische Föderation in Österreich
17. MJÖ Muslimische Jugend Österreich
18. Österreichisch-Arabische Union
19. Islamische Religionsgemeinde Bregenz für Vorarlberg und Tirol
20. Islamische Religionsgemeinde Graz für Steiermark und Kärnten
21. Islamische Religionsgemeinde Linz f. OÖ, RPR und Salzburg
22. Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum - Österreich
23. Liga Kultur
24. Gesellschaft für Zusammenkunft der Kulturen (Schura Moschee)
25. ABIZ (Anatolisches Bildungszentrum)
26. Ägäisches Kulturzentrum
27. Ägyptische Gemeinde in Österreich
28. Ägyptischer Klub
29. Ahwazische Kommunikation
30. Al’Ahli Fanklub
31. ALIF
32. Anatolische  Kulturinitiative Neunkirchen
33. Arabische Organisation für Menschenrechte
34. Arabischer Kulturverein
35. Arge für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung
36. ARGE Ja zur Umwelt, Nein zur Atomenergie
37. ATAM-Türkischer Akademiker in Österreich
38. AustroArab News
39. Bangladesch islamischer kulturverein Baitul Mukarram
40. Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit
41. Bildungs Förderung (MEKTEB)
42. Bündnis Mosaik
43. CARIMA Caritative Arbeitsgemeinschaft
44. CIRDE-AUSTRIA - Zentrum der islamischen Forschung Dokumentation und Bildung
45. Dar Al Arqam Moschee
46. Dewa
47. EL-MUHLASUN" - Islamischer Sufiten Verein in Österreich
48. Forum Muslimischer Frauen Österreich
49. Gaza muss leben
50. Gesellschaft der palästinensischen Frauen in Europa / Austria
51. Hania Verein für Frauen und Kinder
52. Help Austria
53. IHH Austria
54. Im Glashaus – Kunst & Kultur
55. Information u. Kultur Ägypten, Bladi-Bladi
56. Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen IMÖ
57. Irakhilfswerk
58. Irakische Gemeinde in Österreich
59. Islamische Jugendorganisation in Wien
60. Islamische Sozial und Kulturverein Bad Vöslau
61. Islamische Sozialhilfe in Krems
62. Islamische Vereinigung Österreich „Al-Hidaya Moschee“ Isl.Kulturelle Vereinigung
63. Islamischer Kulturverein der Türk. Arb in Österreich
64. Islamischer Kulturverein der Türkischen Arbeiter in Österreich
65. Islamischer Kulturzentrum Sollenau
66. Islamisches Institut Österreich
67. Islamisches Zentrum Imam Ali Wien
68. ISV Interkulturelle Studenten Vereinigung
69. JUWA Jugend Föderation Österreich
70. JUWEL - Jugendwerk zum Licht
71. Kinder und Mütter im Not (Rahma)
72. KJÖ Kommunistische Jugend Österreichs - Ortsgruppe Wien
73. Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern)
74. Kommunistische Initiative Österreich (KI)
75. KUGEL Kultur-Geschichte-Literaturverein
76. Kultur u.Wohltätigkeitsverein  St. Pölten
77. Kultur u.Wohltätigkeitsverein in Herzogenburg
78. Kultur und Solidaritätsverein Türkischer Arbeiter in Österreich
79. Kulturell-Caritative-Union der Muslimen
80. Kulturelle Vereinigung der Muslime in Pottendorf
81. Kulturhaus der Emigranten in Niederösterreich
82. Kulturverein Al-Andalus
83. Kuturverein Kanafani
84. Liga Kulturverein für Multi-Kulturellen Brückenbau – Graz
85. Linkswende
86. Menschenfreunde International
87. Mevlana Plattform in Österreich, Bilal Habashi Moschee
88. Moschee Ahl ul beit Salzburg
89. Moschee Ahl ul beit Wien (Irakische Schiiten)
90. Moschee Al Asr Wien (pakistanische Moschee)
91. Moschee Al-Mahdi (Türkische Schiiten)
92. Multikulturelle u.Caritative Vereinigung in Leopoldstadt
93. Multikulturelleverein der Migranten in Donaustadt
94. Muslemische Emigranten in Liesing
95. Muslimischer Akademikerbund
96. Muslimischer Arbeiter Union in Wien
97. Muslimischer Hilfsorganisation in Wien
98. Muslimischer Lehrerverein für  Wien, NÖ u. Bgld. MLV
99. Nigerian Islamic forum
100. Nordafrika Liga
101. ÖAIKD Verein für Kulturdialog - Alfath Moschee
102. Österr. –Türk. Kulturv. für Freund. und Solidarität von Sizir u. Umgebung
103. Österreichisch-Arabische Union
104. Österreichische Gesellschaft für medizinische Öffentlichkeitsarbeit
105. Österreichische Islamische Föderation
106. Österreichischer-Ägyptischer Verein
107. Österreich-Syrisches Ärztekomitee
108. Österreisch-Arabische Ärzte Und Apothekervereinigung
109. Palästina Forum
110. Perspektive
111. PGO Palästinensische Gemeinde in Österreich
112. RAMADAN Internetmedium, Wien
113. SAMDER
114. SOLMIT Solidarisches Miteinender
115. Sudanesischer Kulturverein
116. Syrische Gemeinde in Österreich
117. The colourful world of children
118. Türkisch-Islamischer Kultur Verein-Traiskirchen
119. Union albanischer Muslime in Österreich
120. Verband der Ägypter in Österreich
121. Verband der Österreicher Arabischer Abstammung
122. Verein der Erleuchtung
123. Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative/Dar Al Janub
124. Verein für Arabische Frauen
125. Verein Palästinensische Frauen in Europa
126. Verein von Immigranten Tunesiens in Österreich (VIT)
127. Vereinigung der syrischen Gemeinden in Österreich
128. Vereinigung zur Integration u. Solidarität der Muslime in Wien
129. WAKT Wien Ausbildung, Kultur, Toleranz

SP-Al-Rawi und SP-Yilmaz verurteilen Angriff der israelischen Armee auf Gaza-Hilfsflotte

Wien (OTS/SPW-K) - "Mit Schock und Entsetzen haben wir heute die Nachrichten erhalten über das vorgehen der Israelische Marine gegen den humanitären Einsatz eine internationale Hilfsflotte mit mindestens 10 Toten und mehreren Verletzten.", sagen die SPÖ-Gemeinderätin Nurten Yilmaz und der SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi.

Es sei seit Tagen bekannt gewesen, das sich mehrere AktivistInnen auf den Weg gemacht haben, um die israelische Blockade gegen Gaza zu durchbrechen und Hilfsgüter wie 500 Rollstühle und 100 Fertighäusern zu liefern.

Unter den Aktivisten ist der bekannte schwedische Schriftsteller Henning Mankell, zwei deutsche Bundestagsabgeordnete sowie Dutzende weitere europäische Abgeordnete. Außerdem waren der frühere Friedensnobelpreisträger Mairead Corrigan Maguire aus Nordirland, die 85 Jahre alte Holocaust-Überlebende Hedy Epstein sowie eine ehemalige Abgeordnete und ein Ex-Oberst aus den USA an Bord der Schiffe.

"Dieses brutale Vorgehen - noch dazu in internationalen Gewässern - gegen Aktivistinnen und Aktivisten, verurteilen wir auf das  Schärfste.

Wir hoffen, die EU und die österreichische Bundesregierung unternimmt alles, um diesen Vorfall zu untersuchen und gegebenenfalls eine Verurteilung der Schuldigen und Sanktionen zu verhängen.", sind sich Yilmaz und Al-Rawi einig. Auch sollte sich die Welt endlich des Elends der Bevölkerung in Gaza bewusst werden und über die Aufhebung der Blockade gegen die Zivilbevölkerung ernsthaft nachdenken.

Omar Al Rawi zur Islamfeidlichkeit des Wiener Akademikerbundes: "ÖVP hat offenbar nur mit jüngsten Aussagen des Wiener Akademikerbundes Probleme"

Fremden- und Islamfeindliche Aussagen von hochrangigen Mitgliedern der früheren VP-Vorfeldorganisation wurden nie von VP-Granden kritisiert

Wien (OTS/SPW-K) - "Die scheinheilige Empörung der VP-Spitze über den Wiener Akademikerbund ist nicht zu überbieten: der Brief, über den sich die VP-Granden aufregen wurde bereits im November 2009 vom Akademikerbund verschickt. Jetzt so zu tun, als hätte man von nichts gewusst - dass nehme ich Pröll, Marek und Co. nicht ab!", sagt der Meidlinger SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi.

Der Wiener Akademiker Bund fällt schon seit Jahren mit sehr dubiosen und fragwürdigen Forderungen auf. Die ÖVP hat dem Wiener Akademikerbund immer eine Plattform geboten. Seminare und Veranstaltungen fanden nicht selten in den Räumen der Politischen Akademie der ÖVP am Tivoli in Meidling statt, Akademikerbund Fidler hat dort oft die Seminarteilnehmer begrüßt.

"Die Hasstiraden gegen den Islam, gegen Muslime sowie die fremden und islamfeindlichen Aussagen dieses Vereins waren nie ein Grund zu Reaktion seitens der ÖVP", erinnert Al-Rawi. Die durch die Zeitung NEWS aufgedeckten und umstrittenen Islam-Seminare der Politischen Akademie der Freiheitlichen ist Frau Elisabeth Sabaditsch-Wolff als Vortagende aufgetreten. Diese Dame sitzt im Präsidium des Wiener Akademiker Bund.

"Angesichts dieser lange bekannten Fakten ist die ÖVP absolut unglaubwürdig in ihren aktuellen Distanzierungsversuchen vom Akademikerbund", sagt Al-Rawi.

Islam-Vertreter verurteilt Anschlag auf Kopten in Ägypten (2)

Al-Rawi kondoliert koptischer Gemeinde in Wien =

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Wiener Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi, hat den blutigen Anschlag auf koptische Christen in Ägypten mit sieben Toten auf das Schärfste verurteilt und der Koptischen Gemeinde in Österreich seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. "Mit Trauer und Besorgnis haben wir von dem Anschlag auf koptische Christen nach der Weihnachtsmesse in Ägypten erfahren. Diese Tat verurteilen wir. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Verletzten", erklärte Al-Rawi am Donnerstagin einer Presseaussendung.
 
Außenminister Michael Spindelegger (V) hatte erst kürzlich die Notwendigkeit unterstrichen, der Zunahme von Diskriminierung und Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten verstärkt und mit wirksamen Mitteln entgegenzutreten. Kardinal Christoph Schönborn hatte seine tiefe Sorge über die schlechte Lage von Christen vor allem in islamischen Ländern ausgedrückt. In rund 50 Ländern müssten mehr als 250 Millionen Christen täglich mit Verfolgungen leben. Besonders betroffen seien die Christen in den islamisch beherrschten Ländern. Schönborn in einem Artikel: "Ein einfacher Test:  Fragen Sie, wie es einem Christen bei uns ergeht, der Muslim wird. Und stellen Sie die Gegenfrage: Wie geht es in islamischen Ländern einem Muslim, der Christ wird?"
 
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Margot Käßmann von Hannover, hatte von den Muslimen in Deutschland und Europa auch ein Eintreten für die Rechte unterdrückter Christen in islamischen Staaten gefordert.

(Schluss) er/ar
 
APA264    2010-01-07/12:19

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